European Sustainable Energy Week 2026: Vertrauen, Beteiligung und Teilhabe als zentrale Herausforderungen der Energiewende
Bei der diesjährigen European Sustainable Energy Week (EUSEW) in Brüssel kamen Vertreter*innen aus Industrie, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik zusammen, um über Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren für eine nachhaltige und gerechte Energiewende zu diskutieren.
In zahlreichen Sessions wurde deutlich: Beteiligung, Vertrauen und finanzielle Teilhabe sind zentrale Voraussetzungen dafür, dass die Energiewende schnell, sozial gerecht und lokal verankert umgesetzt werden kann. Besonders sichtbar wurde dies in einer Podiumsdiskussion im Rahmen des Projekts Fast & Fair Renewables, die sich mit der Rolle von Governance, inklusiven Ansätzen und Öffentlichkeitsbeteiligung beschäftigte. Verschiedene Praxisprojekte berichteten dort von ihren Erfahrungen und zeigten, wie wichtig frühzeitige Einbindung, transparente Prozesse und faire Beteiligungsmodelle für die Akzeptanz und Umsetzung erneuerbarer Energien sind.
Bürgerenergie-Konvent 2026: Bürgerenergie stärkt Demokratie, Zusammenhalt und regionale Wertschöpfung

„Starke Gemeinschaften, starke Regionen – für eine krisenfeste Zukunft“. Unter diesem Motto kamen Anfang Mai über 260 Vertreter*innen aus Bürgerenergie, Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zum zwölften Bürgerenergie-Konvent des Bündnis Bürgerenergie e.V. (BBEn) in Bamberg zusammen.
Die verschiedenen Keynotes, Workshops und Fachgespräche unterstrichen: Bürgerenergie leistet nicht nur einen Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energien. Sie schafft außerdem Räume, in denen Menschen die Energiewende aktiv mitgestalten, Verantwortung übernehmen und wirtschaftliche Erträge in ihren Regionen halten können. Angesichts politischer Rückschritte und wachsender gesellschaftlicher Polarisierung war man sich einig: Die Energiewende in Kommunen- und in Bürger*innenhand bleibt ein zentraler Baustein für demokratische Resilienz und regionale Zukunftsfähigkeit.
Praxisworkshop mit ICLEI in Nordhausen

Wie können Kommunen den Ausbau erneuerbarer Energien aktiv gestalten und für mehr Akzeptanz vor Ort sorgen? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Praxiswerkstatt „Schneller und Fairer zu Erneuerbarer Energie“. Grundlage der Diskussion waren die europaweit entwickelten „Fast & Fair“-Prinzipien, die erstmals ein gemeinsames Verständnis von Fairness in der Energiewende schaffen. Eine begleitende Checkliste unterstützt Kommunen dabei, diese Prinzipien konkret und einfach anzuwenden.
Zentrale Erkenntnis der Veranstaltung: Beteiligung bremst die Energiewende nicht aus – im Gegenteil. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass frühzeitige Beteiligung Konflikte lösen kann und regionale Mehrwerte schafft.
Workshop at TEH Conference in Marseille

In April T2050 was part of the TEH 101 Conference in Marseille. The Co-PED project hosted the workshop “The Role and Potential of Cultural Centres in a Just Energy Transition”, bringing together cultural practitioners, researchers, and community organisers to explore how cultural and social centres can actively contribute to a community-led and socially just energy transition.
The workshop explored three interconnected themes: community engagement, financial models, and governance structures for local energy initiatives. It highlighted the unique role cultural centres can play as trusted local spaces that connect complex energy issues with everyday experiences. Through collaborative discussions and shared examples, participants explored how cultural organisations can foster dialogue, strengthen local resilience, and support citizens in turning from consumers to active participants in shaping local energy futures.
Key Takeaways