European Sustainable Energy Week 2026

Bei der diesjährigen European Sustainable Energy Week (EUSEW) in Brüssel kamen Vertreter*innen aus Industrie, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik zusammen, um über Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren für eine nachhaltige und gerechte Energiewende zu diskutieren.
In zahlreichen Sessions wurde deutlich: Beteiligung, Vertrauen und finanzielle Teilhabe sind zentrale Voraussetzungen dafür, dass die Energiewende schnell, sozial gerecht und lokal verankert umgesetzt werden kann. Besonders sichtbar wurde dies in einer Podiumsdiskussion im Rahmen des Projekts Fast & Fair Renewables, die sich mit der Rolle von Governance, inklusiven Ansätzen und Öffentlichkeitsbeteiligung beschäftigte. Verschiedene Praxisprojekte berichteten dort von ihren Erfahrungen und zeigten, wie wichtig frühzeitige Einbindung, transparente Prozesse und faire Beteiligungsmodelle für die Akzeptanz und Umsetzung erneuerbarer Energien sind.

Praxisworkshop mit ICLEI in Nordhausen

Praxisworkshop mit ICLEI in Nordhausen

Wie können Kommunen den Ausbau erneuerbarer Energien aktiv gestalten und für mehr Akzeptanz vor Ort sorgen? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Praxiswerkstatt „Schneller und Fairer zu Erneuerbarer Energie“. Grundlage der Diskussion waren die europaweit entwickelten „Fast & Fair“-Prinzipien, die erstmals ein gemeinsames Verständnis von Fairness in der Energiewende schaffen. Eine begleitende Checkliste unterstützt Kommunen dabei, diese Prinzipien konkret und einfach anzuwenden.

Zentrale Erkenntnis der Veranstaltung: Beteiligung bremst die Energiewende nicht aus – im Gegenteil. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass frühzeitige Beteiligung Konflikte lösen kann und regionale Mehrwerte schafft.